Mieterstrom-Modell einfach erklärt: Grundlagen, Recht und Grenzen
Das Mieterstrom-Modell liefert vor Ort erzeugten PV-Strom direkt an die Mieter eines Gebäudes. Es ist gesetzlich eng definiert - und seit dem Solarpaket I gibt es mit der gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung eine oft schlankere Alternative.
Mieterstrom liefert PV-Strom vom Dach direkt an die Mieter eines Gebäudes und ist im EnWG eng geregelt. Der Mieterstrom-Tarif muss spürbar unter dem Grundversorgertarif liegen, im Gegenzug gibt es einen Mieterstromzuschlag. Seit dem Solarpaket I ist die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung in der Praxis oft einfacher. CLEOenergy geht einen anderen Weg: die Vermittlung eines Stromtarifs an Mieter auf Grundversorger-Niveau, ohne Förderlogik.
Was ist das Mieterstrom-Modell?
Beim klassischen Mieterstrom wird Strom aus einer PV-Anlage auf dem Gebäude direkt an die Mieter desselben Hauses geliefert. Das Modell ist im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) eng definiert. Charakteristisch: Der Mieterstrom-Tarif muss spürbar günstiger sein als der örtliche Grundversorgertarif - das ist hier eine gesetzliche Regel, kein Marketingversprechen. Im Gegenzug erhält der Anlagenbetreiber einen Mieterstromzuschlag (§ 21 Abs. 3 EEG 2023).
Wie unterscheidet sich die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung?
Mit dem Solarpaket I wurde die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung (GGV, § 42b EnWG) eingeführt. Sie ist in der Praxis oft einfacher zu betreiben als klassischer Mieterstrom.
Mieterstrom vs. gemeinschaftliche Gebäudeversorgung
| Merkmal | Klassischer Mieterstrom | Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung |
|---|---|---|
| Vollversorgungspflicht | Ja | Nein |
| Tarifregel | muss unter Grundversorgertarif liegen | keine entsprechende Pflicht |
| Zuschlag | Mieterstromzuschlag | kein Zuschlag |
| Abrechnung | aufwendiger | schlanker |
Welcher Weg passt, hängt von der PV-Anlage, dem Dach und dem Bestand ab. Es gibt keine pauschal richtige Lösung.
Welchen Weg geht CLEOenergy?
CLEOenergy ist kein Versorger und betreibt kein Mieterstrom-Modell im Sinne des Gesetzes. CLEOenergy verfolgt einen anderen Weg: die Vermittlung eines Stromtarifs an Mieter auf Grundversorger-Niveau, ohne Förderlogik und ohne Mieterstromzuschlag. Das ist bewusst von den oben beschriebenen, förderbasierten Modellen zu trennen.
Wo ist welches Modell sinnvoll?
Klassischer Mieterstrom und gemeinschaftliche Gebäudeversorgung setzen eine PV-Anlage am Gebäude voraus und lohnen sich dort, wo Dach, Anlagengröße und Bestand zusammenpassen. Die Tarifvermittlung an Mieter ist davon unabhängig und benötigt keine eigene Erzeugung.
Häufige Fragen
Warum darf hier "günstiger" stehen?
Weil es sich um eine gesetzliche Regel handelt: Beim klassischen Mieterstrom muss der Tarif unter dem Grundversorgertarif liegen. Das ist eine Bedingung des Modells, kein Versprechen von CLEOenergy.
Ist die Tarifvermittlung von CLEOenergy ein Mieterstrom-Modell?
Nein. CLEOenergy vermittelt einen Stromtarif an Mieter auf Grundversorger-Niveau, ohne Förderlogik. Das ist von den gesetzlich definierten Mieterstrom-Modellen zu unterscheiden.
Was hat das Solarpaket I geändert?
Es hat die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung eingeführt: ohne Vollversorgungspflicht, ohne Zuschlag und mit schlankerer Abrechnung - in vielen Fällen einfacher als klassischer Mieterstrom.
Tarifvermittlung statt Förderlogik prüfen
Klären Sie in einem kurzen Gespräch, ob die Vermittlung eines Stromtarifs an Ihre Mieter zu Ihrem Bestand passt.
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