EU-Taxonomie für Immobilien: die Energiekriterien
Die EU-Taxonomie definiert, wann eine Immobilie als nachhaltig gilt - mit konkreten Energie- und Klimakriterien. Belastbare Energiedaten und grüne Beschaffung sind Stellhebel, um diese Kriterien zu adressieren.
Die EU-Taxonomie stellt an Immobilien konkrete Energie- und Klimakriterien - unter anderem Schwellen beim Primärenergiebedarf bzw. EPC sowie die Vermeidung erheblicher Beeinträchtigung (DNSH). Energiedaten und grüne Beschaffung sind Stellhebel, um diese Kriterien zu adressieren.
Welche Energiekriterien stellt die EU-Taxonomie?
Im Kern stehen Schwellen beim Primärenergiebedarf bzw. bei der Energieeffizienzklasse (EPC - Energy Performance Certificate). Sie bestimmen mit, ob eine Immobilie als taxonomiekonform gilt. Für Bestandsgebäude wird dabei häufig auf die besten Effizienzklassen oder auf eine vergleichsweise niedrige Primärenergiekennzahl im jeweiligen Marktumfeld abgestellt.
Die EU-Taxonomie ist ein Klassifikationssystem der EU (Verordnung (EU) 2020/852), das wirtschaftliche Aktivitäten danach einordnet, ob sie als ökologisch nachhaltig gelten. Für Immobilien geht es im Kern um den Beitrag zum Klimaschutz - und der wird unter anderem über die genannten Energieschwellen gemessen.
Energie- und Klimakriterien im Überblick
| Kriterium | Worum es geht |
|---|---|
| Primärenergiebedarf / EPC | Schwellen bei Energiekennzahl bzw. Effizienzklasse der Immobilie |
| DNSH-Prinzip | Keine erhebliche Beeinträchtigung anderer Umweltziele |
| Energiedaten | Nachweisbarkeit der Erfüllung über belastbare Daten |
| Grüne Beschaffung | Hebel, um den energiebezogenen Fußabdruck zu adressieren |
Was bedeutet die Vermeidung erheblicher Beeinträchtigung?
Das DNSH-Prinzip (Do No Significant Harm) verlangt, dass eine Aktivität andere Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigt; die technischen Bewertungskriterien stehen in der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2139. Eine Immobilie kann also nicht allein über einen guten Energiewert taxonomiekonform werden, wenn sie an anderer Stelle einem Umweltziel erheblich schadet.
Für Immobilien betrifft das unter anderem den Umgang mit Energie und Emissionen, aber auch weitere Umweltziele der Taxonomie. DNSH wirkt damit als Nebenbedingung: Die Energiekriterien müssen erfüllt sein, ohne dass dies zulasten anderer Ziele geht.
Wo zahlen Energiedaten und grüne Beschaffung ein?
Belastbare Energiedaten machen die Erfüllung der Kriterien überhaupt erst nachweisbar - ohne saubere Verbrauchs- und Effizienzdaten lässt sich die Konformität weder prüfen noch dokumentieren. Sie sind die Grundlage jeder Bewertung entlang der Taxonomie.
Grüne Strom- und Gasbeschaffung ist ein Hebel, um den energiebezogenen Fußabdruck der Immobilie zu adressieren. Sie ersetzt nicht die EPC- oder DNSH-Anforderungen, kann aber den energiebezogenen Teil des Profils verbessern und ergänzt die übrigen Maßnahmen entlang des Nachhaltigkeitspfads.
Wo unterstützt CLEOenergy bei der EU-Taxonomie?
CLEOenergy tritt nicht als Versorger auf, sondern führt die Lieferstellen Ihres Bestands zusammen und vermittelt das Portfolio an einen passenden Anbieter - inklusive der Option auf Öko-Strom und -Gas. Wir bündeln die Mengen Ihrer Liegenschaften und ordnen ein, wie belastbare Energiedaten und grüne Beschaffung auf die Energiekriterien der EU-Taxonomie einzahlen können; die Lieferung übernimmt der Versorger.
Für Mieterinnen und Mieter bleibt das Preisniveau auf Höhe der Grundversorgung. Eine Vergütung erhält der Vermittler, also Verwaltung und/oder Eigentümer beziehungsweise WEG, immer bezogen auf das Gesamtportfolio und nie pro Kilowattstunde. Dieser Beitrag ist kein Rechtsrat; maßgeblich bleiben die jeweils geltenden Taxonomie-Vorgaben.
Häufige Fragen
Macht grüne Beschaffung eine Immobilie automatisch taxonomiekonform?
Nein. Die EU-Taxonomie stellt mehrere Kriterien, etwa EPC-Schwellen und DNSH. Grüne Beschaffung und Energiedaten zahlen darauf ein, ersetzen aber nicht die übrigen Anforderungen.
Was ist das DNSH-Prinzip?
Do No Significant Harm bedeutet, dass eine Aktivität andere Umweltziele nicht erheblich beeinträchtigen darf. Für Immobilien betrifft das unter anderem den Umgang mit Energie und Emissionen.
Warum sind Energiedaten so wichtig?
Sie machen die Erfüllung der Kriterien nachweisbar. Ohne belastbare Verbrauchs- und Effizienzdaten lässt sich die Konformität entlang der Taxonomie weder prüfen noch dokumentieren.
EU-Taxonomie für Ihr Portfolio einordnen?
Lassen Sie einordnen, wie Energiedaten und grüne Beschaffung auf die Energiekriterien Ihrer Immobilien einzahlen.
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