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Scope 1, 2 & 3 für Immobilienbestände erklärt

Treibhausgase werden in drei Scopes gegliedert - direkte Emissionen, eingekaufte Energie und vor- sowie nachgelagerte Verbräuche. Für Immobilienbestände entscheidet die Energiebeschaffung vor allem über Scope 1 und Scope 2.

Auf einen Blick

Scope 1 sind direkte Emissionen vor Ort, etwa aus der Verbrennung von Heizgas. Scope 2 umfasst eingekaufte Energie wie Strom und Wärme. Scope 3 deckt vor- und nachgelagerte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette ab, unter anderem die Mieterverbräuche. Die Energiebeschaffung wirkt vor allem auf Scope 1 und 2 - über die Wahl von Energieträger und Vertrag.

Was umfasst Scope 1?

Scope 1 erfasst direkte Emissionen aus eigenen Quellen am Objekt. Im Mehrfamilienhaus ist das klassisch die Verbrennung von Heizgas in der Heizungsanlage vor Ort. Diese Emissionen entstehen unmittelbar im Gebäude und sind dem Betreiber direkt zuzurechnen. Wer den Wärmebedarf eines Bestands überwiegend mit Gas deckt, hat entsprechend einen relevanten Scope-1-Anteil.

Weil Scope 1 an der Anlage und am Brennstoff hängt, lässt er sich nur über die eingesetzte Technik oder den eingesetzten Energieträger verändern - nicht durch reine Bilanzierungstricks.

Was zählt zu Scope 2 und Scope 3?

Scope 2 umfasst eingekaufte Energie - also bezogenen Strom oder bezogene Wärme. Für ein Mehrfamilienhaus fallen darunter etwa der Allgemeinstrom und der Strom für eine Wärmepumpe sowie bezogene Fernwärme. Die Emissionen entstehen nicht im Gebäude, sondern beim Erzeuger, werden aber dem Bezug zugerechnet.

Scope 3 deckt vor- und nachgelagerte Emissionen entlang der Wertschöpfungskette ab. Dazu zählen unter anderem die Verbräuche der Mieter, also Energie, die außerhalb der direkten Kontrolle des Bestandshalters verbraucht wird. Scope 3 ist oft der größte, aber auch der am schwersten direkt steuerbare Block.

Die drei Scopes im MFH

ScopeWas darunter fälltBeispiel im MFH
Scope 1direkte Emissionen vor OrtHeizgas in der Heizungsanlage
Scope 2eingekaufte EnergieAllgemeinstrom, Wärmepumpenstrom, Fernwärme
Scope 3vor- und nachgelagerte EmissionenMieterverbräuche

Wie beeinflusst die Beschaffung die Scopes?

Über die Energiebeschaffung lassen sich vor allem Scope 1 und Scope 2 adressieren. Öko-Heizgas kann den Effekt auf Scope 1 verändern, Öko-Strom kann auf Scope 2 wirken - jeweils konditional und abhängig vom konkreten Energieträger und vom Vertrag. Eine pauschale Reduktionsaussage ist nicht möglich, weil die Wirkung von der gewählten Variante und der Bilanzierungssystematik abhängt.

Entscheidend ist, dass die Beschaffung an den richtigen Hebeln ansetzt: Wer den Bezug von Strom und Heizgas portfolioweit steuert, entscheidet damit unmittelbar über die Emissionen in Scope 1 und 2.

Welche Rolle spielt CLEOenergy bei den Scopes?

CLEOenergy ist kein Versorger, sondern vermittelt die Energiebeschaffung für den Bestand auf Maklerbasis. Genau dort liegt der Scope-Bezug: Indem Heizgas und Strom über das Portfolio gebündelt und an einen passenden Versorger vermittelt werden, lassen sich gezielt Scope-1- und Scope-2-relevante Energieträger wählen - inklusive optionaler Öko-Varianten, deren Klimawirkung konditional ist. Zugleich liefert die gebündelte, objektscharfe Beschaffung die Verbrauchsdaten, die für die spätere Scope-Zuordnung und das Reporting benötigt werden. Die Bilanzierung selbst verantwortet das Immobilienunternehmen.

Häufige Fragen

In welchen Scope fallen Mieterverbräuche?

Mieterverbräuche werden üblicherweise Scope 3 zugeordnet - also den vor- und nachgelagerten Emissionen außerhalb der direkten Kontrolle des Bestandshalters.

Lässt sich Scope 1 durch die Beschaffung senken?

Scope 1 hängt am Energieträger vor Ort. Öko-Heizgas kann den Effekt verändern - konditional und abhängig von Vertrag und Bilanzierung. Eine Senkung ist nicht pauschal zugesichert.

Scope 1 und 2 über die Beschaffung steuern

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