Gaspreis-Zusammensetzung 2026: die Bestandteile im Überblick
Der Gaspreis je Kilowattstunde wirkt wie eine einzige Zahl, ist aber ein Bündel aus festen Abgaben und einem einzigen verhandelbaren Posten. Wer das auseinanderhält, weiß, an welcher Stelle sich im Bestand etwas bewegen lässt.
Der Gaspreis setzt sich aus vielen festen und einem verhandelbaren Teil zusammen. Beschaffung, Netzentgelte, Messstellenbetrieb, nationaler CO2-Preis nach BEHG, Konzessionsabgabe, Speicherumlage, Energiesteuer und Umsatzsteuer bilden gemeinsam den Endpreis. Netzentgelte, Steuern und Umlagen sind für alle Versorger im selben Netzgebiet identisch. Beeinflussbar ist allein der Beschaffungsanteil - und genau hier setzt die Vermittlung an.
Aus welchen Bestandteilen besteht der Gaspreis?
Der Endpreis je Kilowattstunde gliedert sich in drei Blöcke: staatlich regulierte Abgaben und Steuern, die Kosten für Netz und Messung sowie den marktabhängigen Beschaffungsanteil. Den weitaus größten Teil machen Posten aus, die gesetzlich oder regulatorisch festgelegt sind und auf die weder Verwaltung noch Versorger Einfluss haben. Die folgende Tabelle ordnet die einzelnen Bestandteile ein.
Bestandteile des Gaspreises 2026
| Bestandteil | Einordnung |
|---|---|
| Beschaffung | marktabhängig, verhandelbar |
| Netzentgelte | reguliert, vom Netzbetreiber |
| Messstellenbetrieb | reguliert |
| CO2-Preis (BEHG) | gesetzlich, steigend |
| Konzessionsabgabe | kommunal festgelegt |
| Speicherumlage | gesetzlich |
| Energiesteuer | gesetzlich |
| Umsatzsteuer | auf den Gesamtbetrag |
Welche Rolle spielt der CO2-Preis im Gaspreis?
Ein eigener Posten verdient besondere Beachtung: der nationale CO2-Preis aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Seit 2021 bepreist das BEHG die CO2-Emissionen aus fossilen Brennstoffen und schlägt diesen Betrag auf den Gaspreis auf. Der Preispfad ist gesetzlich auf einen steigenden Verlauf angelegt (§ 10 Abs. 2 BEHG), sodass dieser Anteil im Gaspreis über die Jahre wächst. Ab 2028 geht der nationale Emissionshandel in den europäischen Emissionshandel ETS2 über (§ 24 BEHG); bis einschließlich 2027 gilt der nationale Festpreispfad weiter. Der CO2-Anteil ist damit ein gesetzlich gesetzter, nicht verhandelbarer Bestandteil - relevant ist er für die Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Vermieter und Mieter nach dem CO2KostAufG.
Welcher Teil ist überhaupt verhandelbar?
Netzentgelte, Messstellenbetrieb, Konzessionsabgabe, Speicherumlage sowie Energie- und Umsatzsteuer sind für alle Versorger im selben Netzgebiet gleich und nicht verhandelbar. Wer den Versorger wechselt, ändert an diesen Posten nichts. Beeinflussbar ist ausschließlich der Beschaffungsanteil - also der Preis, zu dem der Versorger das Gas am Markt einkauft und weitergibt. Dieser Teil hängt vom Marktzeitpunkt, der Abnahmemenge und der Verhandlungsposition ab.
Wie wirkt sich das auf ein MFH-Portfolio aus?
Weil nur die Beschaffung beweglich ist, kommt es genau hier auf die Menge an. Einzelne Lieferstellen verhandeln aus einer schwachen Position; ein gebündeltes Portfolio tritt mit großem Volumen auf. CLEOenergy führt die Heizgas-Lieferstellen eines Bestands zusammen und vermittelt sie an einen passenden Versorger, der den Beschaffungsteil im Paket kalkuliert. Der Wechsel läuft rollierend, also nacheinander zum jeweiligen Vertragsende. CLEOenergy ist dabei kein Versorger und keine Plattform, sondern vermittelt das Portfolio. Der wirtschaftliche Vorteil fließt als wiederkehrende, portfolio-basierte und vor Vertragsschluss bezifferte Provision an Verwaltung und/oder Eigentümer - nie per Kilowattstunde. Der Mietertarif bleibt dabei auf Grundversorger-Niveau.
Häufige Fragen
Kann man Netzentgelte senken?
Nein. Netzentgelte sind reguliert und für jeden Versorger im selben Netzgebiet identisch. Verhandelbar ist allein die Beschaffung.
Warum steigt der CO2-Anteil im Gaspreis?
Der nationale CO2-Preis nach BEHG ist auf einen gesetzlich festgelegten, steigenden Pfad angelegt und geht ab 2028 in den europäischen Emissionshandel ETS2 über. Er ist nicht verhandelbar.
Wie viel der Beschaffung bringt die Bündelung?
Das hängt von Marktzeitpunkt, Abnahmemenge und Portfoliostruktur ab und lässt sich erst nach Sichtung der Lieferstellen seriös beziffern. Verhandelt wird ausschließlich der Beschaffungsteil.
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